Wicklow Mountains

Wenn Sie die Beschreibung zu Glendalough gelesen haben, dann haben Sie vielleicht schon ein ungefähres Bild von den Wicklow Mountains, eine Bergreihe die vom Süden Dublins im County Wicklow bis hoch in den Norden ins County Wexford reichen. Typisch für Irland’s Berge sind sie nicht besonders hoch und eher Hügelförmig als spitz. Ihr höchster Berg ist der Lugnaquilla mit 925 Metern, gefolgt vom Mullaghcleevaun mit 849 Metern, gefolgt von 7 weiteren Bergen. Die Vegetation der Wicklow Mountains besteht großflächig aus Moorlandschaften, Granit und Schiefer und Pflanzen wie der Königsfarn, Heidelbeeren, Stechginster und Heidekräuter fühlen sich unter den Bedingungen dort wohl.
Sehr bekannt ist der Wicklow Mountains National Park, der rund 20 483 Hektar groß und damit der größte von Irlands sechs Nationalparks ist. Außerdem ist er der einzige im Osten des Landes und beinhaltet den Großteil der Wicklow Mountains. Wer ein bisschen Pause vom Alltag und Abgeschiedenheit braucht, brauch ihn nur zu Fuß zu erkunden. Der Park wurde zur Erhaltung der Artenvielfalt und Landschaft gegründet. Rund eine Millionen Touristen kommen jedes Jahr hierher, er ist wohl das beliebteste Naherholungsgebiet in Irland und ein Paradies für Naturliebhaber und Actionfans. Ob Angeln, River Rafting, Bergwandern oder ein Tagesausflug zum beliebten Klostergelände Glendalough, hier ist für jeden was dabei. Zum Beispiel kann man am alljährlichen Marsch dem Luc-Walk teilnehmen, benannt nach dem höchsten Berg. Ziel ist es 18 Gipfel zu überwinden, durch sumpfiges und unebenes Gelände. Definitiv nichts für bequeme Zeitgenossen, man braucht eine gute Kondition. Oder man macht einen Abstecher zu den Powerscourt Gardens, am Fuß des 503 Meter hohen Sugar Loaf Mountain, nahe des Örtchens Enniskerry, welche mit ihren 190 000 m² wirklich beeindruckend sind.
Gelegenheit die einzigartige Flora und Fauna zu bestaunen bieten mehrere makierte Wanderwege rund um den Lower- und den Upper Lake. Ein guter Tipp ist es vom Parkplatz am Lower Lake aus zu starten. Die Wanderwege sind von unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad und die längste Strecke ist rund 11 Kilometer lang. Doch Vorsicht – ohne festes Schuhwerk und Regenkleidung sollten Sie nicht anreisen. Falls Sie es doch vergessen, bieten die vielen Outdoor-Shops in der Umgebung Gelegenheit einzukaufen. Und wenn Sie keine Lust haben durch den für Irland typischen Regen zu maschieren, schauen Sie sich einfach eins der vielen Museen, das Visitor Center in Glendalough oder zum Beispiel das Russborough House an. Ein Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert, wobei die Inneneinrichtung und Kunstwerke noch erhalten sind und von den letzten Bewohnern des Hauses, Sir Alfred Lane Beit und Lady Clementine Beit, stammen.
Doch die Berge sind nicht nur für die unglaublich schöne Natur bekannt, denn im 18. Jahrhundert fand man dort eine Menge Gold im heutigen Goldmine River, einem alten Flussbett. Ursprünglich durch einfache Bürger entdeckt, machte sich 1795 die britische Regierung das Geschäft zu Nutze und wusch rund 300 Kilogramm Gold. Die Urader wurde allerdings nie gefunden und so versiegte 1801 die Quelle. Das waren nur einige von den Sehenswürdigkeiten die hier auf Sie warten. Sollten Sie sich die Zeit nehmen die Wicklow Mountains zu erleben, suchen Sie doch in Dublin nach einer Vorstellung der gleichnamigen Oper geschrieben von John O’Keef. Unvergessliche Erinnerungen und Eindrücke sind bei diesem Abenteuer garantiert!